Gasblasenkrankheit

 

 

Eine Krankheit, die oft übersehen und selten angesprochen wird.

 

 

Durch eine schnelle Verringerung des Gasdruckes im Wasser entsteht eine Gasblasenkrankheit. Das Blut der Koi, die im Wasser mit einem hohen Gasdruck geatmet haben, ist entsprechend diesem Gasdruck im Wasser. Sinkt der Gasdruck im Wasser durch z.B. Temperaturerniedrigung, durch hohen Sauerstoffverbrauch oder Zustrom neuen Wassers mit geringerem Gasdruck, so werden die Gase im Blut der Koi, in folge ihres noch vorhandenen hohen Druckes als Gasblasen abgeschieden. Auch bei Sauerstoffübersättigung und gleichbleibendem Stickstoffdruck kommt es zur Gasblasenkrankheit, wenn der Sauerstoff zu plötzlich abnimmt. Dieser Zustand kann im Koi - Teich mit starkem Pflanzenbestand oder Algenbewuchs sehr schnell auftreten. Bei starker Sonneneinstrahlung produzieren die Pflanzen, bei ihrer Assimilationstätigkeit so viel Sauerstoff, daß es zu einer starken Gas - Übersättigung des Wassers kommt. Hört die Sonneneinstrahlung auf und damit auch die Sauerstoffabgabe der Pflanzen im Koi- Teich, sinkt der Gasdruck im Wasser rasch ab, schneller als im Blut der Koi. Die Gasblasen bestehen überwiegend aus Stickstoff. Die Ansammlung von Gasblasen erfolgt unter der Haut der Koi, meistens in der Augengegend. Gasblasen im Blut können auch zum Tod der Koi führen, junge Koi sind am stärksten gefährdet. Auch Fischtransporte können durch zu starke Sauerstoffzufuhr gefährdet werden, wenn die Fische, die längerer Zeit unter hohem Gasdruck gestanden haben, plötzlich in Wasser mit niedrigerem Gasdruck gesetzt werden.

 

 

Anzeichen einer Gasblasenkrankheit.

 

  •  Glotzaugen, hervortreten der Augen
  •  Blasen in den Flossen und im Kopfbereich
  •  Kleine Koi können an der Wasseroberfläche treiben und daran sterben
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  • Behandlungsmethoden
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  •  Gasblasenerkrankte Koi setzt mann am besten in normales Wasser, wo keine Gasübersättigung besteht.
  •  Die Sauerstoffübersättigung kann im Teich durch kräftige Durchlüftung behoben werden. Die Durchlüftung der Teiche ist also auch für einen normalen Gasdruck von hoher Bedeutung.
  • Gasübersättigungen können auch durch Wasserbewegungen mit einer Teichpumpe behoben werden.
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  • Immer beachten, damit unsere Koi nicht an einer Gasübersättigung erkranken.

 

 

1. Den Teich immer gut belüften, was auch viele andere Vorteile hat.

 

2. Stark bepflanzte Zonen im Teich vor Sonneneinstrahlung schützen.

 

3. Immer neu erworbene Koi erst in eine Wanne schwimmen lassen, dann nach und nach Wasser aus dem Teich, richtig währe aus dem Quarantänebecken dazu geben, wo der Koi dann seine Quarantänezeit verbringt.

 

 

 

 

Manfred Marx

 

 

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